Ikone, Kultobjekt, Sammlerstück – TAG Heuer Monaco

50 Jahre ist es nun her, dass das erste automatische Chronographen-Uhrwerk, eine rechteckige Form, der Name eines Renncircuit und Steve McQueen, eine Erfolgsgeschichte von ungeahnten Ausmaß‘ schreiben würden.

Aber nun der Reihe nach. Im Jahre 1965 begann der Wettstreit um das erste vollautomatisierte Chronographenuhrwerk. Mit an Bord im Kampf um die Vorherrschaft – das Calibre 11, das in Zusammenarbeit von Bretling, Büren, Dubois Depraz und Heuer-Leonidas entstand.

Im Rahmen eines Kooperationsvertrages, startete im Januar 1966 das Gemeinschaftsprojekt zwischen Heuer-Leonidas, Büren, Breitling und Dubois Depraz. Es dauerte nicht lange bis 1968 die ersten Prototypen für einen Automatic-Chronographen zur Verfügung standen. Eine Besonderheit bot der Aufbau des Kalibers 11: Die Krone musste als Notwendigkeit auf die linke Gehäuseseite – was auch einen psychologischen Effekt mit sich brachte, denn für Linksträger war es nur mühselig möglich die Uhr aufzuziehen. Doch nun war mit dem ersten Blick erkennbar, dass der Krone bei ihrer Funktion als energiezuführendes Element, sprich das Werk aufzuziehen, eine nicht so große Rolle zugeteilt wurde. Die ersten Modelle waren mit dem Schriftzug „Chronomatic“ versehen – was suggerierte, dass man die Uhr nicht mehr aufziehen musste und somit die Krone nur mehr selten, wie z.B.: bei Datumskorrekturen, zum Einsatz kam. Vielmehr galt den beiden Drückern auf der rechten Seite die Aufmerksamkeit, denn man wollte die Zeitmessfunktionen in den Mittelpunkt stellen. Ab 1970 wurde dann der Aufdruck auf dem Ziffernblatt von „Chronomatic“ auf „Automatic Chronograph“ geändert.

Kultstatus

Im darauffolgenden Jahr sollte die Monaco Kultstatus erlangen. Damals ein Flop – heute ein Klassiker. Im Film „Le Mans“ verhalf der amerikanische Schauspieler Steve McQueen der Monaco zu besonderem Ruhm: Er trug sie während der Dreharbeiten und ides gesamten Filmes als Rennfahrer, und zwar aus eigenem Antrieb, denn sein Rollenvorbild war niemand geringerer als die schweizer Rennfahrerlegende Jo Siffert.
Bis heute verbindet man mit einer TAG Heuer Monaco, Rennsport, LeMans, die 70iger und Steve McQueen. Jason Statham in Bankjob, Pedro Pascal und Halle Barry in Kingsman 2, oder Scott Eastwood in Overdrive – verbindet eine Sache – Allesamt sind Typen und Charaktere mit einem gehörigen Coolnessfaktor und einer Monaco am Handgelenk. Und so geschieht es, dass das Vermächtnis von Mr. Cool himself, Steve McQueen, ständig weitertragen wird.

1969 – 2019

Die aktuellen Chronographen-Varianten der Monaco werden heute vom ETA 2894 angetrieben, das bei TAG Heuer die Bezeichnung Kaliber 12 trägt, oder vom Sellita SW 300, dem Kaliber 11, bei dem nach wie vor die Krone auf der linken Gehäuseseite sitzt. Beide Werkvarianten besitzen eine Datumsanzeige und zwei Totalisatoren: bei sechs Uhr, eine kleine Sekunde bei 3 Uhr und gegenüberliegend einen 30-Minuten-Zähler bei 9 Uhr .
Zu den beiden aktuellen Varianten gesellt sich seit 2018 die bei Sammlern beliebte und nurmehr zeitlich begrenzt erhältliche Sonderedition „Gulf edition“.

Gulf und TAG Heuer

Bekannt wurde Gulf Oil durch das Engagement im Motorsport in den 1960er und 1970er Jahren. Rennwagen in der auffälligen hellblau-orangen Gulf-Oil-Lackierung gewannen mehrmals das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Unter den bekanntesten Gewinnerautos waren der Ford GT40 Mit dabei in diesen Tagen stets der Schweizer Chronographenspezialist Heuer. Der damalige Firmenpatron, Jack Heuer war überall zugegen wo Rennen gefahren wurden und verhalf mit seinen präzisen und zuverlässigen Stoppuhren den Teams und Veranstaltern zu einer perfekten Zeitmessung. Jack Heuer verstand es wie niemand anders, die Piloten von damals als Werbeträger einzusetzen. Darunter bekannte Rennfahrer wie Niki Lauda, Jo Siffert, oder Jochen Rindt trugen stolz eine Heuer an ihrem Handgelenk.

TOP SECRET - anlässlich zum 50. Geburtstag lanciert der schweizer Uhrenhersteller neben den 5 Sondermodellen, die auf je 169 Stück limitiert sind, ein reines Manufakturwerk Calibre 12, also Krone rechts, für die Monaco. Aufgrund der Dimensionen des In-House Movements werden sich die Abmessungen von 39mm x 39mm auf 40mm x 40mm ändern. Bei TAG Heuer verriet man uns, dass die beiden Varianten noch vor Weihnachten 2019 auf den Markt kommen. Eine der beiden wird auf 1.000 Stück limitiert sein.

5 Dinge über die TAG Heuer Monaco

  • Was uns gefällt: Ein bisschen Heldentum am Handgelenk zu tragen.
  • Was uns überrascht: Wie wenig Handgelenke mit Monaco’s besetzt sind…und wir dadurch noch mehr Heldentum erlangen.
  • Was uns fehlt: 3-4 Sondermodelle in unserer Sammlung.
  • Die Alternativen: Wir mussten nicht lange recherchieren um rauszufinden, dass es Keine gibt. Im klassischen Bereich: Santos 100 von Cartier.
  • Kauftipp: Eine Monaco verliert kaum an Wert – im Gegenteil: Limitierungen und Sondereditionen werden nahezu vergöttert und die Preise klettern.